Dezente Eleganz mit Wandverkleidungen aus Glas

Wandverkleidungen aus Glas sind im öffentlichen Raum oft mit zusätzlichen Informationen versehen: sie informieren in Museen über Künstler und Epochen, veranschaulichen in Konzern-Foyers die Unternehmensgeschichte oder bieten auf Flughäfen Orientierung. Ätzgravur, Siebdruck, Digitaldruck: alle diese Glasbearbeitungen für Wandverkleidungen lassen sich auch individuell und kreativ im privaten Wohnbereich nutzen. Farbflächen aus Glas wirken edel und elegant.

Mehr als eine dauerhafte Tapete

Mit gläsernen Wandverkleidungen lassen sich unansehnliche Fliesenspiegel in Küche und Bad im Nu kaschieren. Bei diesen Anwendungen, wie auch bei Verkleidungen im Wellness- und Saunabereich, punktet der Werkstoff mit seinen hygienischen Vorteilen wie der Dampf- und Feuchteresistenz. Doch Wandverkleidungen aus Glas halten zunehmend auch Einzug in den Wohnbereich und dies in erster Linie aus ästhetischen Gründen.

Welche Glasarten eigenen sich für Wandverkleidungen?

Um farbliche Akzente zu setzen, empfiehlt sich lackiertes Glas oder emailliertes Glas. Bei lackiertem Glas handelt es sich um Floatglas bei dem rückseitig Lack aufgebracht und ausgehärtet wird. Somit ist der Lack unerreichbar für Kratzer. Das Glas selbst ist weitaus unempfindlicher gegenüber mechanischen Einwirkungen als Lack. Es ist opak und bietet keine Durchsicht, jedoch eine Fülle an Lichtreflexen, selbst bei dunklen Farbtönen des Glases. Mit raffiniert platzierten Lichtquellen lassen sich Räume mit einer gläsernen Verkleidung einer exponierten Wand oder eines Wandvorsprunges neu inszenieren. Mit besonders brillantem „Glossy-Effekt“ besticht das lackierte Glas LACOBEL®. Es ist vier oder sechs Millimeter dick. Sofort zur Verfügung steht eine Farbpalette aus zwanzig klassischen, trendigen und exquisiten Farben. LACOBEL® ist auch als ausgewiesen antibakterielles Glas lieferbar. Es wird ausschließlich mit umweltfreundlichen Lacken hergestellt. Dadurch ist es prädestiniert als Wohnglas, weil es die Raumluft nicht durch Ausdünstungen beeinträchtigt.

Glas zum Anfassen – das Wohnglas par Excellence!

MADRAS®- Glas ist rückseitig lackiert und vorderseitig mit zusätzlicher Ätzgravur versehen. Unterschiedlichste stimmungsvolle Motivreihen stehen zur Auswahl. Die Dekors und Texturen werden ausschließlich chemisch geätzt und satiniert. Dieses rückstandlose Verfahren erzeugt eine weitaus hochwertigere Optik im Vergleich zum traditionellem Sandstrahlen. Einzigartig ist auch die Haptik des Glases; es fühlt sich angenehm seidig an. Es macht auch überhaupt nichts, wenn so manche/r das Anfassen nicht lassen kann, denn MADRAS®- Glas ist unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und lässt sich besonders leicht reinigen.

Das emaillierte Glas DELOGCOLOR® ist stets Einscheibensicherheitsglas; bei Bruch zerfällt das vorgespannte Glas in kleine Krümmel. Bei dem thermischen Vorspannungsprozess werden keramische Schichten auf der Glasoberfläche eingebrannt. Das vollflächige Aufbringen der Emailleschicht kann in unterschiedlichen Verfahren erfolgen: im Gieß- oder Walzverfahren (Rollercoating). Bei letztgenanntem Verfahren wird das Glas in einer Produktionsstraße unter eine gerillte Gummiwalze geleitet, die das Glas gleichmäßig mit der Emaillefarbe beschichtet. Dies geschieht völlig ohne Lösungsmittel. Über das umfassende Standardspektrum hinaus, sind prinzipiell alle Farben möglich. Helle emaillierte Gläser können noch eine gewisse Transluzenz, Lichtdurchdurchlässigkeit, aufweisen. Die Produktgruppe DELOGCOLOR DESIGN® steht für Gestaltungen in Druckverfahren: Farben mit Freiflächen lassen sich im Siebdruck aufbringen. Am differenziertesten, und somit zur Aufbringung von Fotos geeignet, ist der Digitaldruck.

Auswahl der Befestigungen für gläserne Wandverkleidungen

Lackiertes Glas in der Stärke von vier Millimetern weist ein Gewicht von zehn Kilogramm pro Quadratmeter auf, in der Stärke sechs Millimeter von fünfzehn Kilogramm pro Quadratmeter. Obwohl die Montage häufig als einfach beschrieben wird und schneller erledigt ist als alle anderen Wandveredelungen, raten wir, diese einem erfahrenen Fachbetrieb zu überlassen.

Es gibt mehrere Befestigungsmöglichkeiten für Designglas: Die Gläser können mit Keilleisten aufgehängt oder auf Trägermaterial geklebt werden. Wo Reversibilität keine Rolle spielt und eine dauerhafte Lösung geplant ist, geht die Aufbringung einfacher und schlanker mit mineralischem Kleber oder dem Verkleben mit Silikon. Der Fachmann weiß, dass das Silikon stets streifenförmig aufzubringen ist – nicht in Schleifen, Klecksen oder kreisförmig – damit der feuchte Kleber von allen Seiten gut durchlüftet. Sonst werden Schimmelherde gelegt, die den hygienischen Stärken von Glas zuwiderlaufen.

Wände sind oft unterschätze Gestaltungselemente. Setzen Sie edle Akzente mit Glas!

Lackiertes Glas

Rückseitig wird in industriellen oder handwerklichen Verfahren eine farbige Lackschicht auf ein Floatglas aufgebracht.

Satiniertes lackiertes Glas

Die Vorderseite ist satiniert (matt und nicht spiegelnd) ; rückseitig wird in industriellen oder handwerklichen Verfahren eine farbige Lackschicht aufgebracht. Die Farbe kann individuell ausgewählt werden.

Ätzgraviertes Lackiertes Glas

Ätzgravierte Gläser, die rückseitig lackiert sind, haben durch ihr Obenflächendekor eine besondere dekorative Wirkung. Zudem weisen diese eine außergewöhnliche Haptik auf.

Emailliertes Glas

Emailliertes Glas ist stets Einscheibensicherheitsglas und ist dadurch besonders temperaturbeständig . Im Herstellprozess (thermisches Vorspannen) werden farbige keramische Schichten aufgeschmolzen und fest in die Oberfläche eingebrannt.