LICHTGEFÜHRT MIT GELÄNDERN UND BRÜSTUNGEN AUS GLAS

Glasgeländer und Brüstungen aus Glas unterstützen originäre Konzepte einer großzügigen und freien Architektur. Daher bieten sie in der privaten Anwendung häufig stilvollere Lösungen zur Absturzsicherung und Personenführung im Vergleich zu Staketengeländern mit Holz- oder Metallverstrebungen. Ganzglasgeländer und Pfostengeländer mit Glas-Ausfachungen schaffen optimale Licht- und Sichtverhältnisse. Denn das gewünschte Maß an Licht und Sicht lässt sich situativ skalieren: von absoluter Transparenz bis zum Sichtschutz. Dazwischen eröffnen Designgläser mit und ohne Struktur sowie Farbgläser eine Gestaltungvielfalt unterschiedlichster Sichtstufen. Minimale Sichtbarkeit ist hingegen von Befestigungen und Halterungen im aktuellen architektonischen Anspruch erwünscht. Trotz leichter Anmutung erfüllen sie strenge Sicherheitsanforderungen.

Sicherheitsanforderungen

Gemäß deutscher Landesbauordnungen haben Treppengeländer in Privathäusern einer Belastung von 50 Kilogramm pro Meter standzuhalten. Belastungen entstehen durch Aufstützen von oben und seitliches Anlehnen. Des Weiteren sind Glaskantenschutz oder Handlauf bautechnische Vorgaben. Diese werden praktisch erfüllt durch Abdeckung der oberen Glaskante mit einem Flach- oder U-Profil oder durch einen Handlauf.

Glasarten für Glasgeländer und Brüstungsverglasungen[/h2]

Für Glasgeländer und Brüstungsverglasungen empfiehlt sich der Einsatz von Verbundsicherheitsglas, kurz VSG. Dabei handelt es sich um einen Scheibenverbund, der im Sandwichverfahren mit einer zähelastischen, reißfesten Folie verklebt ist. Bei Bruch des Glases haften  die Splitter an der Folie; zudem gewährt sie eine Restträgfähigkeit:  eine beschädigte Scheibe fällt nicht in sich zusammen, sondern bleibt als Einheit erhalten, so dass ein Hindurchfallen verhindert wird. Im Privatbereich kann, je nach Anwendung, VSG aus Float ausreichend sein. Bei höheren Anforderungen und bei konstruktiven Anwendungen, die bereits bei Bohrungen im Glas gegeben sind, ist VSG aus thermisch vorgespanntem Einscheibensicherheitsglas, ESG, erforderlich.

Ganzglasgeländer im System

Ganzglasgeländer im System wurden erstmals 2011 patentiert. Ihre Unterkonstruktion besteht in der Regel aus einem stranggepressten Längsprofil aus Metall. Diese Profile sind so vorbereitet, dass darin örtliche Konsolen in Nuten eingeschoben werden können. Mittels der Konsolen lässt sich diese Unterkonstruktion am Massivbau anbringen. Beim System entfällt zumeist die Notwendigkeit einer bauaufsichtlichen Zustimmung im Einzelfall.

Ganzglas-System Glassline BALARDO

Das modular aufgebaute Ganzglas-System Glassline BALARDO überzeugt mit hochwertigen Komponenten und bietet passende Lösungen für nahezu jede Anforderung. Es ist typengeprüft und damit sofort einsetzbar. Gesonderte statische Berechnungen und Versuche sind nicht mehr notwendig, auch eine Zustimmung im Einzelfall (ZIE) entfällt. Das Verbundsicherheitsglas wird nur in einem Konstruktionsprofil am Fußpunkt gehalten – pfostenfrei. Das Konstruktionsprofil besteht aus Aluminium oder Stahl und wird im Fußboden bzw. an der Treppenwange verankert – ggf. unsichtbar.

Pfosten-Geländer und Brüstungen mit Glas-Ausfachungen

[p]Herkömmliche Geländer bestehen aus tragenden Pfosten und dazwischenliegenden Glas-Ausfachungen, die auf unterschiedliche Art befestigt werden können z.B. durch Klemmleisten oder -halter ohne Glasbohrung.  Ob Ganzglassystem oder Pfosten-Glas-Konstruktion ist bei privater Anwendung eine Stil- und Geschmacksfrage. Ein Sicherheitsvorteil von Geländerfüllungen oder Geländerfeldern aus Glas im Vergleich zu konventionellen Geländern ist: Sie begünstigen keinen Leitereffekt, insbesondere dann, wenn Kinder im Haus sind. Vom Leitereffekt spricht man, wenn Treppen oder Brüstungen mit horizontalen Geländerfüllungen oder parallel zur Steigung verlaufenden Kniegurten zum Überklettern oder Erklimmen des Geländers animieren.[/p]

Pfosten-Geländer mit Glasfüllung für Innen und Außen

Pfosten-Geländer mit Glasfüllungen kommen im Außenbereich häufig bei Balkonen zum Einsatz sowie zur Absicherung von Dachterrassen. Dabei bieten Verbundsicherheitsgläser mit einer transluzenten Zwischenfolie Sichtschutz zum Nachbarn, transparentes Glas zum Ausblick lässt das Geländer mit dem Horizont unmerklich verschmelzen. Weitere Möglichkeit: teiltransparente Gläser, die durch Satinierung oder Sandstrahlung zu realisieren sind  Ein weiterer Vorteil von Glasausfachungen im Außenbereich ist der Windschutz.

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Designgläser

Wegen der absturzsichernden Funktion sind in Geländern ausschließlich Sicherheitsgläser einzusetzen: in der Regel Verbund-Sicherheitsglas, systemabhängig ist auch Einscheibensicherheitsglas möglich. Diese Sicherheitsgläser können aus Designgläsern bestehen – und sind dann nicht

Ganzglas-Geländer

Ganzglasgeländer bieten maximale Transparenz und Lichtdurchlässigkeit. Verbundsicherheitsglas wird nur in einem Konstruktionsprofil am Fußpunkt gehalten - ohne zusätzliche Pfosten. Das Konstruktionsprofil besteht aus Aluminium oder Stahl und wird im Fußboden bzw. an der Treppenwange verankert - ggf. unsichtbar Die obere Glaskante wird mit einem Flach- oder U-Profil geschützt oder mit einem Handlauf aus Edelstahl oder Holz versehen.

Pfosten-Geländer

Herkömmlich bestehen Glasgeländer aus tragenden Pfosten und dazwischenliegenden Glas-Ausfachungen, die auf unterschiedliche Art befestigt werden können z.B. durch Klemmleisten oder -halter (ohne Glasbohrung) oder Punkthalter (mit Glasbohrung).